Sie erreichen alle an der Schule Beschäftigten per Telefon und per Telefax über das Sekretariat, per E-Mail über die Mailadresse: Vorname.Nachname@jls-wt.de (setzen Sie den Vor- und Nachnamen des Adressaten ein).
Vom 12. bis 19. April war ich zu Gast in der finnischen Hauptstadt Helsinki für eine Fortbildung im Rahmen des europäischen Förderprogramms Erasmus+. Das Thema – Student Wellbeing – liegt mir besonders am Herzen, da ich sehe wie unsere SchülerInnen immer mehr mit privaten oder schulischen Problemen, psychischem Druck und diversen anderen Herausforderungen zu kämpfen haben. Ich dachte mir bestimmt kann man sich von einem Land, das zum neunten Mal in Folge zu dem zufriedensten Land der Welt erklärt wurde. Gleichzeitig rangiert Finnland im Bildungssystem Jahr für Jahr unter den Top Nationen.
Ich könnte nun damit anfangen zu schwärmen, dass der finnische Staat mehr Geld in Bildung und soziale Unterstützungssysteme steckt, als Deutschland. Während in Deutschland die Honorare von Psychotherapeuten gekürzt werden, hat in Finnland jede Schule einen Schularzt UND Schulpsychologen (und weiteres Unterstützungspersonal). Aber ich möchte hier keine Neiddebatte oder politische Diskussion beginnen. Finnland ist auch ein deutlich kleineres Land und man kann hier nicht alles eins zu eins übernehmen.
Ich denke das Wohlbefinden aller Menschen in Finnland beginnt im Kopf. Anstatt sich zu denken, „Warum hat der Andere es besser als ich?“, oder „Das Wetter ist so schlecht, da kann man nicht raus gehen…“, denken sich die Finnen: „Jetzt erst recht“. Das Beste aus der Situation zu machen, durchzubeißen auch wenn es mal nicht so leicht ist und freundlich und positiv zu bleiben hat einen Namen – Sisu. Diese mentale Beharrlichkeit und positive Grundhaltung sind beeindruckend. Und davon könnte sich jeder von uns eine Scheibe abschneiden. Ich weiß auch wenn hier bei uns nicht immer alles rund läuft (aktuelles Beispiel der Schienenersatzverkehr 😉) können wir doch Tag für Tag froh sein, was wir hier bei uns haben. Dass das keine Selbstverständlichkeit ist haben leider viele von uns verlernt zu erkennen. Das ist ein Apell, dass wir alle gemeinsam für einander einstehen, uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam unsere Welt ein kleines bisschen besser machen, Tag für Tag – auch wenn es mal nicht so gut läuft.
Fachabteilung Pflege