Berufsfachschule für Altenpflegehilfe für Migranten (1BFAM)

Die Ausbildung erfolgt auf der Grundlage der landesgesetzlichen Regelungen zu Berufsfachschulen für Altenpflegehilfe sowie der gültigen Ausbildungs- und Prüfungsordnung. Sie endet mit einer Abschlussprüfung, die an unserer Schule durchgeführt wird. Nach erfolgreicher Prüfung darf die Berufsbezeichnung „staatlich anerkannte Altenpflegehelferin“ bzw. „staatlich anerkannter Altenpflegehelfer“ geführt werden.

Zielgruppe der Ausbildung:

  • Zielgruppe der Ausbildung sind Menschen mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen (Niveau A2)

Zugangsvoraussetzungen:

  • Gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes
  • Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss
  • Aufenthaltserlaubnis zu Ausbildungszwecken (für Staatsangehörige aus Nicht-EU und Nicht-EWR-Staaten)

Wichtige persönliche Eigenschaften für den Pflegeberuf:

  • Freude im Umgang mit Menschen
  • Gute Beobachtungsgabe und rasches Auffassungsvermögen
  • Fähigkeit zur Teamarbeit
  • Physische und psychische Belastbarkeit
  • Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit

Dauer und Ausbildungsverlauf:

  • Die Altenpflegehilfeausbildung dauert zwei Jahre in Vollzeitform. Im ersten Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler 21 Stunden Unterricht an der Berufsfachschule, im zweiten Schuljahr 15 Stunden pro Woche.
  • Das erste Schuljahr beginnt nach einem 4 wöchigen Betriebspraktikum mit einem sechswöchigen Schulblock, in dem die ersten für Unterricht und Praxis notwendigen Deutschkenntnisse durch speziell geschulte Lehrkräfte vermittelt werden.
  • Auch im weiteren Verlauf der Ausbildung wird neben den fachlichen Inhalten der Schwerpunkt auf Deutschkenntnisse in Wort und Schrift gelegt, so dass in der Abschlussprüfung das Sprachniveau B2 vorliegen soll.
  • Der theoretische Unterricht wird an unserer Berufsfachschule für Altenpflege erteilt. Die praktische Ausbildung findet in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen statt.
  • Die Ausbildung findet an unserer Schule im ersten Jahr an drei, im zweiten Jahr an zwei Tagen pro Woche statt. Die Praxisstunden werden an den übrigen Wochentagen bei einer Einrichtung der ambulanten oder stationären Pflege geleistet.

Theoretische Ausbildung:

  • Der Unterricht findet in praxisnahen Lernfeldern statt. Zu den Schwerpunkten in der theoretischen Ausbildung gehören:
  • Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluierung der Pflege alter Menschen
  • Geriatrische und gerontopsychiatrische Krankheitsbilder
  • Psychologische und gerontologische Kenntnisse
  • Rehabilitative Aktivierung und Unterstützung alter Menschen bei der Tagesgestaltung
  • Mitwirkung bei der medizinischen Diagnostik und Therapie
  • Entwicklung eines beruflichen Selbstverständnisses

Praktische Ausbildung:

  • Die praktische Ausbildung erfolgt in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen der kooperierenden Träger.
  • In den Einrichtungen der Altenhilfe im Landkreis Waldshut werden die Schüler/innen von pädagogisch qualifizierten Praxisanleiter/innen betreut, die in engem Kontakt zu den Klassen- und Praxislehrern stehen.

Ausbildungsvergütung und Rahmenbedingungen:

  • Die Schüler/innen erhalten während der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung vom Träger der praktischen Ausbildung. Gemäß Eckpunktepapier des Kultusministeriums Baden-Württemberg soll die Vergütung bei mindestens 800.- Euro monatlich liegen.

Ausbildungsträger:

  • Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung liegt bei der Berufsfachschule für Altenpflege der Justus-von-Liebig-Schule-Waldshut, die als renommierte, staatliche Ausbildungseinrichtung bereits 35 Jahre Erfahrung in der Altenpflegeausbildung vorweisen kann.

Verantwortungsvolle Tätigkeiten während und nach der Ausbildung:

  • Altenpflegehelfer/innen unterstützen Altenpfleger/innen bei allen Tätigkeiten rund um die Betreuung und Pflege älterer Menschen. Hierzu gehört unter anderem:
  • Rehabilitation und Aktivierung
  • Begleitung Schwerstkranker und Sterbender
  • Medizinische Versorgung nach ärztlicher Verordnung
  • Angehörigenarbeit
  • Gemeinschaftliches Arbeiten im pflegerisch/therapeutischen Team

Mögliche Arbeitsstätten nach der Ausbildung:

  • Ambulante Betreuungs- und Pflegeangebote: z. B. Sozialstationen, ambulante Pflegedienste, betreutes Wohnen, ambulanter Hospizdienst, ambulante Intensivversorgung
  • Teilstationäre Betreuungs- und Pflegeangebote: z. B. Tages-, Nacht-, Kurzzeitpflege, geriatrisch-rehabilitative Tageskliniken
  • Stationäre Betreuungs- und Pflegeangebote: z. B. Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser mit geriatrischen oder gerontopsychiatrischen Stationen, neurologische oder geriatrische Rehakliniken, stationäre Hospize

Für Ihre Bewerbung benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Anschreiben
  • Lückenloser tabellarischer Lebenslauf
  • Lichtbild
  • Kopie des aktuellen Schulzeugnisses (sollte kein Zeugnisnachweis möglich sein, kann auf Antrag eine Eignungsüberprüfung durch die Schule erfolgen)
  • Ggf. sonstige Tätigkeits- und/oder Ausbildungsnachweise
  • Für die endgültige Aufnahme in die Berufsfachschule wird der Ausbildungsvertrag mit der Altenpflegeeinrichtung benötigt.